FORMULIERE DEINE ZIELE

Hast du den Artikel “Prüfe deine Einstellung” aufmerksam gelesen und auch die Fragen, welche den Grundstein für dein Projekt bilden, gewissenhaft beantwortet, kannst du nun zum zweiten wichtigen Punkt deines Projektes kommen.

Der zweite Grundpfeiler für den Aufbau eines eigenen erfolgreichen Internetprojektes heißt “Formuliere deine Ziele”.

Jeder Mensch hat Träume und Wünsche, doch jeder stellt sich die Frage, ob und vor allem wie er diese auch erreichen kann. Um Träume und Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen, ist es unumgänglich, diese wirkungsvoll als Ziele zu formulieren.

Ich möchte dir nun zeigen, wie du vorgehen kannst, um deine Ziele wirkungsvoll für dich zu formulieren und diese in dein Unterbewusstsein aufzunehmen, um täglich, deine Ziele vor Augen, an deren Erreichung zu arbeiten.

Mit den richtigen Zielen zum Erfolg

Darauf kommt es bei der Zielformulierung an!

Formuliere deine Ziele wirkungsvoll unter Beachtung folgender Aspekte:

1. Formuliere deine Ziele konkret und so detailliert wie möglich!

Setzt du dir ein Ziel, geht dem gewöhnlich ein Wunsch, ein Traum oder eine Idee voraus. Da die Energie, die du für die Zielerreichung benötigst, von deinem Unterbewusstsein gesteuert wird, musst du deinem Unterbewusstsein ein genaues Bild davon zeichnen, was du erreichen willst. Dein Unterbewusstsein kann nur dann die volle Power bereitstellen, wenn es genau weiß, wohin deine Reise gehen soll.

Nehmen wir an dein Ziel ist es, Geld zu verdienen, dann gibt es dafür unendlich viele Möglichkeiten. Dieses Ziel ist also viel zu allgemein. Du kannst es nun eingrenzen und sagen, du möchtest mit selbstständiger Arbeit Geld verdienen. Auch dieses Ziel ist noch viel zu weitläufig formuliert, grenzt jedoch schonmal die Möglichkeiten dahingehend ein, dass du nicht angestellt sein möchtest, sondern dir ein eigenes Geschäft aufbauen willst. Es fehlt aber weiterhin eine konkrete Thematik. Dein Ziel kann also weiter durch den Bereich, in welchem du dich selbstständig machen möchtest, eingegrenzt werden.

Neu formuliert könnte dein Ziel wie folgt heißen:

Mein Ziel ist es, mich mit meinem großen Hobby der Fotografie selbstständig zu machen, um damit Geld zu verdienen.

Du kannst dies jetzt immer weiter verfeinern und hast am Ende konkret und bis ins Detail aufgeführt, worum es bei deinem Ziel geht.

2. Formuliere deine Ziele immer schriftlich!

Unumgänglich ist, dass du deine Ziele schriftlich formulierst, denn nur dann entwickeln sie die richtige Zugkraft. Du kannst sie dir zudem auch immer wieder durchlesen, darüber nachdenken, sie weiter verfeinern und dein Unterbewusstsein so auf die Erreichung deiner Ziele programmieren. Du schließt durch das Niederschreiben eine Art Abkommen mit deinem Unterbewusstsein, deine Ziele zu erreichen.

Am Ende des Artikels stelle ich dir ein Formular zur Verfügung, welches dir helfen wird, deine Ziele unter Beachtung der in diesem Artikel gemachten Tipps zu formulieren. Aber lies erst einmal weiter, damit du auch weißt, worauf du zu achten hast.

3. Es sind DEINE Ziele, also formuliere sie immer in der ICH-Form!

Damit sich dein Unterbewusstsein auch angesprochen fühlt, ist es wichtig, dass du deine Ziele immer in der ICH-Form formulierst. Auf unser Beispiel bezogen würde es also nun heißen:

Ich möchte mir mit meinem Hobby der Fotografie mein eigenes Geschäft aufbauen, um zukünftig  damit Geld zu verdienen.

4. Definiere genau deine Zielgrößen und mache deine Ziele messbar!

Ein Ziel wird erst dann eine konkrete Absichtserklärung, wenn man es an messbare Größen bindet. Wie in unserem Beispiel angenommen nutzt es wenig, etwas einfach nur zu wollen. Es ist schön, wenn du mit einem Hobby Geld verdienen möchtest, aber was soll das bedeuten und wann soll es soweit sein?

Eine wichtige und auch messbare Größe ist die Zeit. Gib also deinem Ziel einen realistischen Zeitrahmen. Dieser Zeitrahmen definiert den Beginn und den gewünschten Zeitpunkt der Erreichung deines Ziels. Dies soll nicht bedeuten, dass bei Erreichung deines Ziels das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Du wirst dir neue Ziele stecken und für diese einen neuen Zeitrahmen definieren.

Zu der Zielgröße Zeit kommt mindestens eine weitere Größe, welche in Abhängigkeit zu dem steht, was du erreichen möchtest.

Für unser Beispiel könnte es bedeuten, dass du bis zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem bestimmten Zeitraum ein bestimmtes monatliches Einkommen mit deinem Fotoprojekt erzielen möchtest.

Das Ziel könnte also wie folgt formuliert werden:

Ich möchte mir mit meinem Hobby der Fotografie mein eigenes Geschäft aufbauen und damit möglichst bis zum ersten August nächsten Jahres ein monatliches Einkommen in Höhe von 2000 Euro generieren.

5. Achte darauf, dass die Zielerreichung nicht von anderen Personen abhängt!

Jetzt kommen wir an den Punkt, wo es wichtig wird, dass deine Einstellung stimmt.

Um ein eigenes Ziel zu erreichen, ist es sehr wichtig, dass die Erreichung nicht von anderen Menschen aus deinem Umfeld abhängig ist und du gewillt bist, dir Wissen und Fähigkeiten anzueignen, die du auf dem Weg zur Erreichung deiner Ziele benötigst. Was nicht bedeutet, dass du alles können musst und dir von niemandem helfen lassen sollst. Du darfst bloß nicht abhängig sein.

Betrachten wir wieder unser Beispiel könnte es bedeuten, dass du vielleicht gerne fotografierst, jedoch keine eigene Fotoausrüstung besitzt und immer hoffen musst, dass dir ein Bekannter seine tolle Kamera zur Verfügung stellt. Es könnte auch bedeuten, dass du gern eine eigene Internetseite hättest, um deine Fotos zu präsentieren, aber keinerlei Kenntnisse für die Erstellung einer Website besitzt. Ich könnte hier noch viele weitere Dinge aufzählen, die dir eventuell fehlen, um dein erfolgreiches Fotoprojekt aufzubauen. Aber das würde dich nicht motivieren. Lass dir aus eigener Erfahrung gesagt sein: Es findet sich immer ein Weg!

Formulieren wir also unser Ziel unter diesem Gesichtspunkt erneut:

Ich möchte mir mit meinem Hobby der Fotografie mein eigenes Geschäft aufbauen und damit möglichst bis zum ersten August nächsten Jahres ein monatliches Einkommen in Höhe von 2000 Euro generieren. Ich werde versuchen, mir alle nötigen Fähigkeiten selbst anzueignen. Sollte ich an meine Grenzen stoßen, werde ich mir geeignete Wege überlegen mein Ziel vielleicht doch noch zu erreichen.

6. Formuliere deine Ziele immer positiv!

Da du bereits deine Einstellung richtig ausgerichtet hast, muss ich dir an dieser Stelle nicht mehr viel sagen. Denke positiv und formuliere deine Ziele optimistisch. Verzichte auf die Verwendung von Wörtern, die deinen Zielen eine negative Richtung geben (keine, nicht mehr, nur, etc.) und vermeide Verneinungen, da diese von deinem Unterbewusstsein übergangen werden und somit genau das Gegenteil bewirken. Verwende auch keine Weichmacher (möglichst, vielleicht, teilweise, eigentlich, ungefähr, könnte, sollte, etc.) bei der Formulierung deiner Ziele. Diese nehmen dir den Wind aus den Segeln und deinen Zielen die Power.

Für das Ziel aus unserem Beispiel bedeutet dies Folgendes:

Ich werde mir mit meinem Hobby der Fotografie mein eigenes Geschäft aufbauen und damit bis zum ersten August nächsten Jahres ein monatliches Einkommen in Höhe von 2000 Euro generieren. Ich werde mir alle nötigen Fähigkeiten selbst aneignen und geeignete Wege überlegen, mein Ziel zu erreichen.

7. Formuliere deine Ziele immer in der Gegenwart!

Überliste dein Unterbewusstsein und mache ihm vor, dass du dein Ziel schon erreicht hast. Dadurch verzeichnet dein Unterbewusstsein bei jedem Lesen deiner Zielformulierung ein Erfolgserlebnis und hilft zudem deiner Vorstellungskraft sich in die Situation zu versetzen, wie es ist, wenn du dein Ziel erreicht hast.

Formuliere dein Ziel dazu in der Gegenwart.

Heute, am ersten August, verdiene ich 2000 Euro monatlich mit meinem Fotoprojekt und bin stolz darauf, mir alle Fähigkeiten selbst angeeignet zu haben und unabhängig zu sein. Ich werde auch weiterhin zielstrebig an meinem Projekt arbeiten und es weiter ausbauen.

8. Wähle die richtige Größe für deine Ziele, unterteile sie ggf. in kleinere Teilziele und gib ihnen Prioritäten!

Um nicht schon am Anfang den Mut zu verlieren, solltest du die Erreichung deiner Ziele realistisch einschätzen. In unserem Beispiel könnte es unrealistisch sein, bei Null zu starten und sich als Ziel zu setzen, schon nach zwei Monaten 2000 Euro zu verdienen. Vielleicht schaffst du es, in den ersten zwei Monaten die Grundvoraussetzungen für dein zukünftiges Geschäft einzurichten, vielleicht benötigst du aber auch zwei Jahre dafür, weil du auch noch viele andere Verpflichtungen hast und nicht täglich Vollzeit an der Erreichung deiner Ziele arbeiten kannst. Die Umstände um dich herum nehmen Einfluss auf die Erreichung deiner Ziele, also kalkuliere diese bei deiner Planung mit ein.

Die Erreichung eines Hauptziels kann unter Umständen von sehr vielen Dingen abhängig sein. Vielleicht überfordert es dich, wenn du nach der ersten Planung siehst, worum du dich alles kümmern musst und welche Fähigkeiten du dir aneignen solltest. Das kann schnell deine Motivation senken und du gibst auf, weil du nicht weißt, wo du am besten anfangen sollst. Du springst von einer Sache zur nächsten und erreichst am Ende gar nichts.

Eine einfache Methode wieder den Durchblick zu gewinnen ist, deine Ziele in Teilziele zu untergliedern. Sind diese Teilziele immer noch zu groß, unterteilst du diese auch wieder in Teilziele. Das machst du unter Umständen solange, bis deine Teilziele nur noch einzelne Aufgaben sind, die du schnell erledigen und Abhaken kannst. Mit jeder erledigten Aufgabe kommst du der Erreichung eines Teilziels näher und mit jedem erreichten Teilziel kommst du deinem eigentlichen Hauptziel näher.

Beginne nun, wenn nötig, dein Hauptziel in Teilziele zu unterteilen und auch diese nach meiner Anleitung zu formulieren. Es wird dir wesentlich einfacher fallen diese Teilziele zu erreichen.

Da du bei der Erreichung eines Teilziels jedes Mal einen Energie- und Motivationschub bekommst, verlierst du nicht den Mut dein großes Hauptziel zu verfolgen. Schnell wirst du merken, wie du dich deinem Hauptziel annäherst und bestrebt sein, weiterzumachen.

Unser formuliertes Hauptziel kann sich zum Beispiel in folgende Teilziele unterteilen lassen:

Teilziel 1: Ich habe eine gute und für meine Zwecke geeignete Fotoausrüstung
Teilziel 2: Ich kann meine Fotoausrüstung bedienen und mache damit tolle Fotos
Teilziel 3: Ich habe mich in eine Fotobearbeitungssoftware eingearbeitet und beherrsche diese
Teilziel 4: Ich habe eine strukturierte und gut gestaltete Internetseite
Teilziel 5: Ich habe 1000 tolle Fotos gemacht
Teilziel 6: Ich bin bei Bildagenturen angemeldet und habe meine ersten 1000 Fotos hochgeladen
Teilziel 7: Ich betreibe Marketing in sozialen Netzwerken

usw.

Zur Anschauung unterteile ich jetzt eines dieser Teilziele in wiederum untergeordnete Aufgaben:

Teilziel 1 könnte sich in folgende Aufgaben unterteilen lassen:

Aufgabe 1.1: Recherche, welche Kamera ist für meine Zwecke am besten geeignet
Aufgabe 1.2: Recherche, welche Objektive sind für meine Zwecke am besten geeignet
Aufgabe 1.3: Recherche, welches Zubehör benötige ich noch
Aufgabe 1.4: Recherche, wieviel kostet mich die Ausrüstung
Aufgabe 1.5: Recherche, wo bekomme ich sie am günstigsten
Aufgabe 1.6: Überlegung, wie bringe ich das Geld für meine Fotoausrüstung auf
Aufgabe 1.7: Fotoausrüstung kaufen*

Vergiss bei der Aufsplittung deines Hauptziels nicht, dir für jedes Teilziel einen Zeitrahmen zu setzen und vergib Prioritäten für die Teilziele. Teilziele, die eine wesentliche Voraussetzung für die Erreichung deines Hauptziels sind, haben eine hohe Priorität und werden als erstes in Angriff genommen.

9. Mach dir klar, was dich motiviert, deine Ziele zu erreichen!

Für jedes deiner gesetzten Ziele gibt es auch eine Motivation. Überlege dir die Motivation, die das Ziel für dich attraktiv erscheinen lässt und schreibe sie auf. Kommst du mal an einen Punkt, wo du nicht mehr weißt, warum du das hier überhaupt alles machst, kannst du nachlesen, was deine ursprüngliche Motivation war, dein Projekt zu starten. Diese Motivation neu verinnerlicht, schöpfst du wieder Kraft, weiter an deinem Projekt zu arbeiten und dein Ziel zu verfolgen.

Überlege dir die Vorteile die entstehen, wenn du deine Ziele erreichst!

Du wirst kein Ziel formulieren, welches dir nicht mindestens einen Vorteil bringt. Schreibe diesen Mehrwert auf und fokussiere ihn immer wieder, wenn du auf deinem Weg zur Erreichung deines Ziels bist.

In unserem Beispiel könnte die Motivation Unabhängigkeit sein, weil man es geschafft hat, sich täglich mit seinem Hobby der Fotografie beschäftigen zu können, dadurch immer besser zu werden und sich irgendwann aus einem Angestelltenverhältnis zu lösen, um mit dem, was man gern macht, ausreichend Geld zum Leben zu verdienen.

10. Überlege dir die Nachteile, wenn du dein Ziel erreichst und auch, wenn du dein Ziel nicht erreichst!

Mit der Erreichung deiner Ziele können auch Nachteile entstehen. Überlege dir also auch diese, um bei deiner Planung an der ein oder anderen Stelle Wege zu finden, Nachteile etwas zu entschärfen.

Vielleicht ist ein Nachteil, dass du mit deinem eigenen Geschäft auch mal Engpässe haben kannst und vielleicht über zwei oder drei Monate keinen einzigen Euro verdienst. Du kannst dies jedoch bei deiner Planung berücksichtigen und dir einen gewissen Betrag vorher ansparen und beiseite legen, um in Notsituationen darauf zurückgreifen zu können. Vielleicht musst du jetzt auch viel mehr und zu unregelmäßigen Zeiten arbeiten. Sieh diesen Aspekt doch einfach aus einem positiven Blickwinkel. Du kannst dir deine Zeit selbst einteilen und Dinge dann erledigen, wenn du Lust darauf hast. Versuche stetig all deine Arbeitsprozesse effizient zu gestalten, um so Zeit einzusparen.

Formulierst du ein Ziel, machst du dies aus einer Motivation heraus. Du hast vielleicht erkannt, dass dich dein derzeitiges Leben oder Wirken nicht erfüllt. Du möchtest deine derzeitige Situation verbessern oder einfach nur mal eine eigene Idee Wirklichkeit werden lassen. Was ist, wenn du deine Situation nicht änderst oder wenn du eine Idee nie umsetzen wirst? Nutze diese negativen Dinge, um dich zu motivieren, aufzubrechen und deine Situation zu verändern.

11. Beginne mit der Umsetzung und formuliere die ersten Schritte!

Hast du deine Einstellung geprüft und dein Ziel formuliert, hast du quasi bereits damit begonnen an deinem Projekt zu arbeiten. Herzlichen Glückwunsch, du bist auf dem richtigen Weg. Überlege dir jetzt die nächsten Schritte und beginne diese als Teilziele zu formulieren.

In unserem Beispiel könnten die ersten Schritte folgende sein:

Schritt 1: Grobes Konzept für dein Geschäft erstellen
Schritt 2: Ordentliche und zweckmäßige Fotoausrüstung kaufen
Schritt 2: Wissen aneignen, diese auch bedienen zu können
Schritt 3: Struktur der eigenen Webseite planen
Schritt 4: Die eigene Webseite selbst erstellen oder jemanden damit beauftragen
Schritt 5: Die ersten guten Fotos machen
Schritt 6: Bei Bildagenturen und sozialen Netzwerken anmelden und einen Account einrichten
Schritt 7: Die angemeldeten Accounts mit Fotos und sonstigen Inhalten füllen

usw.

Kennst du die ersten Schritte zur Erreichung deines Ziels, kannst du auch sofort beginnen, diese umzusetzen.

Zur Erleichterung habe ich ein Formular erstellt, welches dir hilft, deine Ziele zu formulieren. Du kannst es dir nachfolgend runterladen, ausdrucken und ausfüllen. Beachte jedoch immer die oben genannten Punkte, um deine Ziele auch wirklich wirkungsvoll zu formulieren.

PDF Download

Hast du deine Ziele formuliert und auch verinnerlicht, solltest du nun ein Konzept erstellen, welches dir dabei hilft, deine Gedanke zu ordnen und übersichtlich darzustellen. Lies bitte auf folgender Seite meines Blogs weiter: ERSTELLE DEIN KONZEPT