ERSTELLE DEIN KONZEPT

Hast du deine Ziele wirkungsvoll formuliert, kannst du nun zum dritten wichtigen Punkt bei der Errichtung deines Projektes kommen und dein Konzept erstellen. Aber, wenn ich sage “Erstelle dein Konzept”, dann spreche ich noch nicht von einem Business Plan, denn soweit bist du sicherlich noch lange nicht.

Bevor es daran geht, dich mit deinem Hobby selbstständig und deine Berufung zum Beruf zu machen, hast du noch einen langen Weg vor dir. Du solltest dir genau überlegen, wie dein berufliches Leben zukünftig aussehen soll. Mach nicht den Fehler und stürze dich Hals über Kopf, nur von einer Idee getrieben, in eine ungewisse Zukunft. Unüberlegtes und voreiliges Handeln bringt dich nur in Schwierigkeiten. Betreibe dein Projekt vorerst weiter als Hobby und schaue, wie es sich entwickelt und vor allem wie du dich entwickelst und dabei fühlst. Hast du einen festen Job, dann nutze deine Freizeit, um an deinem Projekt zu arbeiten und bringe es Stück für Stück auf den Weg, das Zentrum deines beruflichen Schaffens zu werden. Wage erst dann den Schritt in die Voll-Selbstständigkeit, wenn du deine Fähigkeiten ausreichend trainiert hast und dein Projekt absehbar auch in Zukunft gewinnbringend für dich funktioniert.

Was meine ich also mit “Erstelle dein Konzept”?

Der Weg zu einem fertigen Konzept durchläuft mehrere Phasen. Du beginnst mit losen Gedanken und puzzelst dir aus diesen Stück für Stück dein Konzept zusammen. In den folgenden Schritten führe ich dich an dein fertiges Konzept heran:

1. Beginne die Konzepterstellung mit einem groben Brainstorming

Dein Konzept soll die Grundvorstellung, die du von deinem Projekt hast, wiederspiegeln.

Versuche also durch Brainstorming alle Dinge, die dir in den Kopf schießen, wenn du über dein Projekt nachdenkst, auf einen oder mehrere Zettel zu notieren. Und wenn ich alle Dinge sage, dann meine ich auch alle Dinge, egal wie selbstverständlich oder abwegig dir der ein oder andere Gedanke erscheint.

Lass dir für diese Aufgabe ruhig ein paar Tage Zeit und versuche jeden Tag etwas weiter zu kommen. Machst du dir heute Gedanken und schreibst diese auf, arbeitet dein Unterbewusstsein bis morgen weitere Aspekte für dich aus, welche du dir am nächsten Tag notierst und über welche du wieder nachdenken kannst, um am darauffolgenden Tag erneut durch dein Unterbewusstsein motivierte Stichpunkte aufs Papier zu bringen.

Das Notieren der beim Brainstorming gewonnenen Erkenntnisse und Ideen kann ungeordnet erfolgen und soll dir nur dabei helfen, alles, was sich in deinem Kopf zu dieser Thematik abspielt, aufs Papier zu bringen.


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2. Ordne deine Gedanken für die Konzepterstellung übersichtlich

Anfangs habe ich auf “tausende Zettel” Notizen gemacht und mir Stapel angelegt, auf denen ich zu verschiedenen Projekten oder Ideen alle Gedanken gesammelt habe. Irgendwann habe ich dann diese Stapel genommen und sortiert, mir wieder Notizen gemacht und wieder gestapelt. Irgendwann begann ich dann die Gedanken zu ordnen und habe mir eine Mindmap auf einem Blatt Papier erstellt. Kamen neue Ideen dazu, wurde diese Map unübersichtlich und ich musste sie erneut aufzeichnen. Aus heutiger Sicht betrachtet war dies sehr aufwendig und nicht sonderlich effektiv.

Heute benutze ich eine so genannte Mindmapping Software und arbeite wesentlich effektiver, zeitsparender und übersichtlicher. Ich empfehle dir also von Anfang an ein solches Mindmapping Programm auf deinem Computer zu installieren und dir auch für Unterwegs eine Mindmapping App für dein Smartphone oder Tablet zuzulegen. Du findest dazu einige gute und kostenlose Programme im Internet.

Hast du eine entsprechende Software installiert, kannst du nun beginnen, die beim Brainstorming notierten Gedanken übersichtlich zu ordnen. Finde dadurch heraus, welche Eckpfeiler für dein Projekt von Bedeutung sind. Auch hier gibt es viele verschiedene Vorgehensweisen. Ich verwende bevorzugt W-Fragen bei der Planung eines Projektes.

Folgende W-Fragen sind aus meiner Sicht bei der Erstellung eines Projektes sehr nützlich und könnten so oder ähnlich formuliert sein:

WARUM?– Warum möchte ich mein Projekt starten?
WAS? – Was möchte ich mit meinem Projekt erreichen?
WANN? – Wann soll mein Projekt starten und wann sollen die Meilensteine erreicht sein?
WOMIT? – Womit beginne ich mein Projekt (Voraussetzungen)?
WIE? – Wie soll mein Projekt aufgebaut sein und welchen Umfang soll es haben?
WER? – Wer sind meine Mitstreiter, Kunden und Konkurrenten?
WO? – Wo präsentiere ich mein Projekt und wo kann ich dafür werben?

Auf ein Projekt bezogen könnte die Mindmap also folgendermaßen aussehen:

Konzepterstellung, Konzeption und Projektplanung für ein Onlineprojekt

Die richtigen W-Fragen zur Konzeption einer Geschäftsidee

Sollte es dir zum jetzigen Zeitpunkt noch schwer fallen mit einer solchen Mindmap zu arbeiten, kannst du deine Fragen und Antworten auch noch ausformuliert aufschreiben. Aber versuche bitte immer parallel dazu eine solche Mindmap zu erstellen und lerne dadurch damit umzugehen. Es wird dir später an jeder Stelle deines Projektes sehr hilfreich sein.

Als Übung solltest du sofort versuchen, deine beiden bereits formulierten Grundpfeiler (Einstellung und Ziele) deines Projektes in Mindmaps darzustellen, um dadurch mit dieser Arbeitsweise vertrauter zu werden.

3. Gehe bei der Konzepterstellung ins Detail

Wie auch bereits bei der Formulierung deiner Ziele kannst du auch bei der Erstellung deines Konzepts vom Groben bis ins kleinste Detail gehen. Um so tiefgehender du dir Gedanken zu jedem einzelnen Punkt machst, umso genauer wird dein Konzept und umso besser weißt du, was alles auf dich zukommt und woran du alles denken musst.

Nimm dir nun also jeden einzelnen Punkt vor und überlege dir bis zum letzten Zweig, was genau du dir vorstellst und was du alles benötigst, um diesen letzten Zweig umzusetzen. Da deine Mindmap schnell sehr groß werden kann, kannst du zur besseren Übersichtlichkeit die Tiefe deiner Mindmap vorher festlegen und dann für eine weiterführende Aufgliederung eine neue Map erstellen.

Beispiel:

Du möchtest den Punkt der Webseiten-Erstellung weiter beleuchten und beginnst zu diesem Zweck eine neue Mindmap. In der übergeordneten Mindmap werden die ersten beiden vorangehenden Ebenen dargestellt.

KONZEPTION > WO? (1. Ebene) > PRÄSENTATION (2. Ebene)

Die neue Map beginnt dann also mit “Webseite” und ist dem Punkt “Präsentation” untergeordnet.

Vereinfacht mit drei Unterebenen dargestellt (an dieser Stelle kannst du auch gern zwei bis drei Ebenen tiefer gehen) könnte die Map so aussehen:

Fotoblog oder Fotogalerie mit WordPress planen, umsetzen und veröffentlichen

Die Konzeption eines Fotoblog oder einer eigenen Fotogalerie

Da es an dieser Stelle sehr viele Möglichkeiten gibt, ein Beispiel zu erstellen, möchte ich hier darauf verzichten. Du kannst dir jedoch als Anregung die Konzeption für meinen Selbstversuch ansehen und verstehen, wie sinnvoll eine genaue Vorstellung sein kann.

4. Lass alles eine Zeit lang setzen

Du hast dir bis zum jetzigen Zeitpunkt viele Gedanken zu deinem zukünftigen Projekt gemacht. Vielleicht siehst du aber momentan, trotz guter Strukturierung aller Gedanken, den Wald vor lauter Bäumen nicht. Ich gebe dir an dieser Stelle den Rat, einfach mal alles etwas setzen zu lassen. Lies dir deine bisherige Ausarbeitung immer und immer wieder durch, denke darüber nach, besprich die Dinge mit anderen Leuten, mache dir Notizen und formuliere bzw. gestalte ggf. an der ein oder anderen Stelle einiges um. Versuche auch für anfallende Aufgaben bzw. Probleme neue Lösungsansätze zu finden. Vielleicht hast du auch ein paar komplexe Punkte, welche du vereinfachen bzw. zusammenfassen kannst. Lasse deinem Handeln immer intensives Nachdenken vorausgehen und erspare dir so Irrwege, die dich unnötig Zeit, Geld und Nerven kosten.

Hast du dein Konzept erstellt und dir bis ins kleinste Detail überlegt, was dein Projekt beinhalten soll, dann solltest du nun die Voraussetzungen schaffen, um dein Onlineprojekt zum Leben zu erwecken. Lies bitte auf folgender Seite meines Blogs weiter: SCHAFFE DIE VORAUSSETZUNGEN